Segelflug-schein

Praxis

Schon nach wenigen Starts und Landungen auf dem Motorsegelflugzeug beginnt die Segelflugschulung an der Winde. Beide Startarten werden zeitgleich geübt. Begonnen wird am Doppelsteuer mit dem Fluglehrer, bis man das erste Mal alleine abheben darf. Nach mindestens 35 Alleinflügen mit einer Gesamtflugdauer von zirka vier Stunden ist man bereit, die praktische Prüfung abzulegen, die aus drei Flügen besteht.

Theorie

Parallel zur praktischen Ausbildung wird mehrere Wochen lang in abendlichen Sitzungen die Theorie gelehrt, die folgende Themengebiete umfasst:

  • Luftfahrtrecht
  • Meteorologie
  • Navigation/Kartenkunde
  • Aerodynamik
  • Segelflugzeugkunde
  • Instrumentenkunde
  • Menschliches Leistungsvermögen
  • Flugbetriebliche Verfahren
  • Technik des Fliegens

Mit einem Multiple-Choice-Test wird die theoretische Ausbildung abgeschlossen.

Grundberechtigung

Die Grundberechtigung des Segelfliegerscheines berechtigt einsitzige und zweisitzige Segelflugzeuge einsitzig (allein an Bord) zu fliegen. Die Grundberechtigung ist mit mindestens einer, manchmal auch weiteren Startarten verbunden.

Startarten

Jede Startart stellt eine eigene Berechtigung, für die jeweils eine eigene Prüfung abzulegen ist, dar und wird ebenfalls im SF Schein eingetragen.

  • Windenstartberechtigung (Start mittels Seilwinde)
  • Flugzeugschleppberechtigung (mit Motorflugzeug hinaufgezogen)
  • Hilfsmotorstartberechtigung  - Eigenstart mit Motorsegler, diese berechtigt aber NICHT zum ständigen Fliegen mit Motor um z.B. von A nach B zu fliegen, sondern ausschließlich zum Start mit Motorhilfe und zur Thermiksuche - um von A nach B fliegen zu dürfen benötigt man einen PPL oder eine MIM Berechtigung.

Erweiterungen

  • Klasse 2: kann nach einer gesetzlich geregelten Flugstundenanzahl erworben werden. Sie berechtigt, zweisitzige Segelflugzeuge auch zweisitzig zu fliegen, d.h. man darf auch Passagiere mitnehmen.
  • Kunstflugberechtigung: diese berechtigt dazu, mit für Kunstflug zugelassenen Segelflugzeugen, Kunstflug zu betreiben.
  • Lehrberechtigungen: damit erhält man die Erlaubnis auch anderen Flugbegeisterten das Segelfliegen beizubringen.

Zum Erwerb und zur Erhaltung der Berechtigungen sind die jeweigen Voraussetzungen in der ZLPV (Zivilluftfahrt Personalverordnung) exakt definiert.

(unvollständiger Auszug)